Die Numisnautiker stellen sich vor

Im September 2008 führten die Schiffsmotivsammler, die Numisnautiker, ihr 33.Treffen in unserer Stadt durch. Hier ein kurzer Abriss zur Geschichte der Sammelgemeinschaft der Schiffsmotivesammler und Ihrer Zeitschrift  die "Numisnautik" kurz vorstellen.

Ein kleiner Überblick der Ausgaben der Zeitung "Numisnautik"

 

Die NUMISNAUTIKER sind kein Verein, sondern lediglich eine Sammlergemeinschaft mit annähernd gleichem Sammelgebiet. Die Zeitschrift,ehemals FLASCHENPOST, heute NUMISNAUTIK und die jährlichen Treffen pflegen denZusammenhalt.

Historie:

1971    * im Frühjahr Zusammenkunft M-R, Burkhardt und Kahle zum Ideenaustausch über Schiffsmotivsammelei. Daraus wurde dann der „Schiffmotiv-Sammmler“ Nr. 1, Juni 1971 ( einseitig A4 ) von B. in Stuttgart  herausgebracht in Zusammenarbeit mit M-R * Schon einen Monat später, im Juli 1971 erschien die Nr.2, ebenfalls einseitig A4, mit                         geändertem Titel, ab jetzt „Flaschenpost“ , auch der Begriff „Numisnautik“ erschien in der Kopfzeile. * Das wiederum geänderte Erscheinungsbild der ebenfalls einseitigen Nr. 3 (Sept. 1971) deutet auf Bestrebungen hin, das Blatt individuell zu gestalten. Jetzt heißt das Bearbeitungszentrum auch schon „Redaktion“ und liegt ganz in Händen von M-R. * 1. Mal in der Öffentlichkeit bei Münzbörse Moneta/Hamburg im Herbst 1971 vertreten mit einer Austellungsvitrine mit Schiffsmünzen und Medaillen, außerdem lag zum Verkauf das Token-Büchlein von B., wie auch das Heft Windjammerparade (Verlag Pröh). * Die Nr.4 , Dez. 1971, jetzt schon 4 Seiten stark als Weihnachtsausgabe, meldete bereits 50 Interessenten.

1972    * Die Nr.5, Jan 1972, meldete 67 Abonnenten. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Titel mit dem Hinweis „AG Numisnautik in der GIG“ erweitert. (Anerkennung durch Fachredaktion) (Leider wurde die Zugehörigkeit zur GIG bei Redaktionswechsel nicht übernommen) * Der Druck der Zeitschrift wurde einer Kieler Druckerei übertragen. * Zu den Olympischen Spielen in Kiel (20.8.-10.9.1972) wurde durch M-R eine Schiffsmotivausstellung mit 555 verschiedenen Exponaten (von diversen Leihgebern) zusammengestellt. Durch das Zutun der Westbank konnte auch ein Katalog der ausgestellten Stücke gedruckt werden.

1975    Nr. 20, Jan.1975, erscheint mit einem leicht modernisiertem Titelblatt. Ankündigung des Katalogs „Naves in Nummis“ (112 Seiten A4 = 530 Münzen) Nr. 23, Okt.1975, erinnert an 5. Jahre Flaschenpost.

1976    „1.Numisnautiker-Treffen“ 9. - 10.Okt.

1976 in Bremerhaven (Kennenlernen des Sammlerkreises, erste private Kontakte, Vereinbarung  = Jahrestreffen soll ständige Einrichtung werden)

1977    Mit der Sonderausgabe Okt. 1977 zeigt sich Fp erneut im neuen Gewand (Nr.44), der Grund für diese Veränderung ist die Übernahme von Verlag und Vertrieb durch Verlag Schmalfeldt + Co. Bremen.

1980    In Nr. 49 erfolgt der Hinweis auf 10 jähriges Bestehen der Fp.

1981    In Nr. 50 erster Hinweis auf Herausgeber und Verlag „Numisnautisches Forschungszentrum Bremerhaven“ (d.h. Arbeit im Morgensternmuseum)

1981    Nr. 51 erneut verändertes Erscheinungsbild. Die letzte Titelblattänderung erfuhr Fp dann ab Nr. 72

1983    8.Numisnautiker-Treffen am Starnberger See mit eigenem Post-Sonderstempel

1993    Nr. 100 im Januar , Abschiedsworte siehe Seite 3, 4, ( Edit., Kottmeier, Kaltenstein) M-R bat immer wieder um Artikel der Leser, die meisten Artikel stammen jedoch aus seiner Feder. Auch die Kasse für Herstellung, Druck und Vertrieb war sehr oft recht knapp; mit der Sorge, die nächste Ausgabe nicht finanzieren zu können (Papier, Druck, Porto, Kopien, Umschläge, Fotos etc). Trotz aller Widrigkeiten spiegeln sich in den 100 Ausgaben der Fp  25 Jahre intensive Arbeit und Auseinandersetzung mit vielen bis heute ungeklärten Fragen wider.

1993 hat Mueller-Reichau die Redaktionsarbeit der Flaschenpost aus Krankheitsgründen abgegeben. In Hamburg fand sich ein vierköpfiges Team, um die Arbeit fortzusetzen. Das Redaktionszentrum wurde bei  Familie Kahle eingerichtet. Meine Frau übernahm das Organisatorische, bei mir war schon ein PC vorhanden, so landeten alle Artikel bei mir und ich baute die Flaschenpost nun mit Namen NUMISNAUTIK zusammen.

1993 Wechsel nach HAMBURG, NUMISNAUTIK Nr.1 dann im Herbst ‘93.

2006 Wechsel der Redaktionszentrale in die Hände von Herrn Kuhlmann, der nun im Einmannbetrieb das Erscheinen der Zeitschrift garantiert. Aus diesem Kreis kommt die Publikation:  "Medaillen und Plaketten der DDR zum Thema Schifffahrt / Schiffbau / Seesport  1949 - 1990

In Hamburg gibt es zwei Münzsammlervereine. Der ältere, der "Verein der Münzenfreunde in Hamburg" mit 100 jähriger Geschichte, tagt im Museum für Hamburgische Geschichte.

Der zweite in Hamburg existierende Münzverein ist die "Hanseatische Münzengilde" , 1969 mit ca. 120 Mitgliedern gegründet, ist bis heute aktiv, aber leider auf 55 Vereinsmitglieder geschrumpft.   Dem Verein wurde kein langes Leben vorausgesagt, desto trotz konnten wir 1994 unser 25-jähriges Jubiläum auf der Rickmer Rickmers feiern und eine 96-seitige Broschüre herausgeben.  Dieser Verein hat auch die zweimal im Jahr stattfindende Sammlerbörse "Moneta" ins Leben gerufen. Diese Moneta musste aus fiskalischen Gründen privatisiert werden und hatte ihre letzte Veranstaltung im Herbst 2007. Eine Nachfolgeveranstaltung unter anderem Namen ist geplant.    

Nach dem Fall der Mauer war es die  Hanseatische Münzengilde unter dem Vorsitz von Frau Brigitte Goldhofer, die die Sammlerfreunde aus der gesamten DDR zur  Moneta nach Hamburg eingeladen hatte. Daraus resultierende Bekanntschaften werden heute noch gepflegt.      

Ich glaube genug geschrieben zu haben.

Werner Kahle