Friedrich Christoph Dahlmann

Wer war Friedrich Christoph Dahlmann ? Eine Straße in unserer Stadt ist nach ihm benannt.

F. C. Dahlmann wurde am 13. Mai 1785 in unserer Stadt geboren. 17 jährig nahm er das Studium der Philologie 1802 in Kopenhagen auf. Mit 18 Jahren, 1803 ging er nach Halle, mit 25 Jahren Promotion 1810 in Wittenberg, Habilitation 1811 in Kopenhagen, 1812 ao. Professor für Geschichte in Kiel. Dass mit 27 Jahren. 1829 wurde Dahlmann als o. Professor für Politik, Kameral- und Polizeiwissenschaft und deutsche Geschichte nach Göttingen berufen. Hier wirkte er bei der Abfassung des hannoverschen Verfassungsentwurfs mit und wurde als Abgeordneter der Universität in die Kammer gewählt. Nach Aufhebung des Grundgesetzes durch König Ernst August 1837 protestierte Dahlmann mit 6 Göttinger Kollegen "Göttinger Sieben" gegen den Verfassungsbruch, wurde abgesetzt und des Landes verwiesen. Dahlmann wurde gastlich in Leipzig und Jena aufgenommen und 1842 nach Bonn berufen. Nach der März-Revolution 1848 wurde Dahlmann als Vertrauensmann Preußens zum Bundestag nach Frankfurt entsandt. In der Nationalversammlung war er einer der Führer der erbkaiserlichen und kleindeutschen Partei. Nach dem Scheitern der 1848er Bestrebungen zog er sich aus dem politischen Leben zurück. Dahlmann's Bedeutung liegt neben seinem Eintreten für die Eigenstaatlichkeit Schleswig-Holsteins und seiner Haltung während des Göttinger Protestes in erster Linie in seiner politischen Lehre, die stark auf den norddeutschen Liberalismus eingewirkt hat. Sehr wesentlich für die Geschichtsforschung wurde seine "Quellenkunde der deutschen Geschichte" (Göttingen 1830, fortgesetzt von G. Waitz u.a.), als "Dahlmann-Waitz" das unentbehrliche Hilfsmittel für den Historiker. Gest. in Bonn am 5. Dezember 1860.

In Göttingen wurde Friedrich Christoph Dahlmann mit einer Gedenktafel folgender Inschrift geehrt.

„Friedrich Christoph Dahlmann wohnte von 1829 an bei dem Zimmermeister A. Chr. Freise, bzw. dessen Sohn F. Freise, in dem neu erbauten Haus am Weender Tor gegenüber dem Auditorium, Weender Landstraße 1. Hier blieb er bis zu seiner Vertreibung im Dezember 1837 wohnen. Das Haus wurde im 2. Weltkrieg zerstört (heute C. Grotefend). Die Gedenktafel war von dem Universitätskurator v. Warnstedt im Jahre 1874 gestiftet worden.“

(Walter Nissen)

Stadtarchiv Göttingen

Mit einer Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum ehrte unsere Stadt 2007 diese große geschichtliche Persönlichkeit unserer Stadt, anlässlich seines 222. Geburtstages. Hier konnte der Besucher die bescheidene Gedenktafel unserer Stadt besichtigen. Viel interessanter waren die ausgestellten Schriften, welche bis heute, nichts an ihrer Aktualität verloren haben.

 

Avers - Friedrich Christoph Dahlmann- Segeberger Abgeordneter zur Deutschen Nationalversammlung-

 

Revers Historien - Thaler   Kreis Segeberg